Buchbewertung  – Der Ernährungskompass von Bas Kast

Das Buch beginnt dramatisch. Nachdem der Wissenschaftsjournalist Bas Kast beim Joggen mit Schmerzen in der Herzgegend zusammengebrochen war, beschloss er, seine Ernährung radikal umzustellen Von nun an wollte er gesünder leben. Doch was ist überhaupt wirklich gesund? In Der Ernährungskompass (2018) vergleicht und bewertet der Wissenschaftsjournalist zahlreiche Studien und Statistiken und geht verschiedenen Ernährungsmythen auf den Grund, um diese Frage für sich und seine Leser beantworten zu können.

 

 

Dieses Buch hat also Großes vor: Ein Fazit ziehen aus allen Studien zum Thema Ernährung – klappt das?

Die Frage ist, gibt es denn eine Ernährungsweise, die für jeden die richtige ist? – Nein! Genau dieser Fakt ist auch das Problem des Autors Bas Kast. Er beschreibt bereits in den ersten Kapiteln erstaunliche und definitiv interessante Studienergebnisse, die einen beim Lesen zum Nachdenken bringen. Doch durchleuchtet man die besagten Studien, findet man unterschiedlichste Probandenkollektive. Gesunde, junge, alte, und herzkranke Menschen oder auch Diabetiker werden in einen Topf geschmissen. Liest man weiter, merkt man, dass selbst der Autor den Überblick im Dschungel der Studien verloren hat. Was er in einem Kapitel beschreibt, widerlegt er im nächsten wieder.

Fazit des Buchs

„Das Fazit aller wissenschaftlichen Studien zum Thema Ernährung“, das Bas Kast uns ankündigt, ist schlussendlich:

Essen Sie frisches Gemüse, keine Fertigprodukte, achten Sie darauf gesunde Fette aufzunehmen, essen Sie ballaststoffreiche Kohlenhydrate und bewegen Sie sich.

Mein Fazit zu diesem Buch

Wer es interessant findet, ein Buch über Studien aus dem Themenfeld Ernährung zu lesen, der hat mit diesem Buch definitiv seine Freude. Wer jedoch wissen möchte, was die richtige Ernährung für sich ist, wird mit diesem Buch keine Lösung für diese Frage finden.

Eure

Dr. Katrin Stücher