Vegane Ernährung – was Sportler beachten sollten

In den letzten Jahren setzen Sportler vermehrt auf eine vegane Ernährung, da sie mehr Kraft, eine schnellere Regeneration und ein starkes Immunsystem mit sich bringen soll. Doch ist eine vegane Ernährung im Sport immer leistungssteigernd?

Durch den Verzicht auf tierische Produkte besteht ein mehr oder weniger ausgeprägtes Risiko eines Nährstoffmangels. Zu den kritischen Nährstoffen zählen Eisen, Jod, Vitamin D, Zink und Omega-3-Fettsäuren sowie Vitamin B12, Calcium und Vitamin B2. Außerdem kann es gerade bei Sportlern zu einer Unterversorgung von Proteinen kommen. Protein tierischer Herkunft lässt sich durch Protein pflanzlicher Herkunft qualitativ nicht optimal ersetzen. Sportler sollten daher auf eine adäquate Aufnahme an essentiellen und semi-essenziellen Aminosäuren achten.

Auch ein Defizit an Eisen sollten Sportler unbedingt vermeiden, da es das Sauerstofftransportpotenzial des Blutes und somit direkt die Leistungsfähigkeit mindert. Kommen noch ein Vitamin B12- und ein Protein-Defizit hinzu, wird dieser Effekt verstärkt.

Falsch praktizierter Veganismus kann leicht und schnell zu Nährstoffdefiziten und damit einhergehende Leistungseinbußen anstatt Power und gesteigerter Leistungsfähigkeit führen. Daher empfiehlt sich, diese Ernährungsweise nur bei eintsprechender Sachkenntnis und geeigneter Lebensmittelauswahl durchzuführen.

Eure

Dr. Katrin Stücher

By |2018-05-03T16:55:44+00:00Mai 3rd, 2018|